Formatiere das Laufwerk als exFAT. Das ist das eine Format, das iPhone, Mac und Windows-PC alle lesen und beschreiben können, und es hat keine praktische Grenze bei der Dateigröße, lange 4K-Videos werden also problemlos kopiert. Ab iOS 18 formatierst du den USB-Stick direkt in der Dateien-App am iPhone; sonst nimmst du das Festplattendienstprogramm am Mac oder den Explorer unter Windows. Alle drei Wege stehen unten. Formatieren löscht das Laufwerk, kopier also vorher alles herunter, was du behalten willst.
Welches Format, und warum
| Format | iPhone | Mac | Windows | Wichtige Grenze |
|---|---|---|---|---|
| exFAT | Lesen und schreiben | Lesen und schreiben | Lesen und schreiben | Praktisch keine |
| FAT32 / MS-DOS (FAT) | Lesen und schreiben | Lesen und schreiben | Lesen und schreiben | Keine einzelne Datei über 4 GB |
| APFS | Lesen und schreiben | Lesen und schreiben | Nicht ohne Zusatzsoftware | Nur Apple-Geräte |
| Mac OS Extended (HFS+) | Lesbar | Lesen und schreiben | Nicht ohne Zusatzsoftware | Nur Apple-Geräte |
| NTFS | Kein Schreiben | Nur lesen | Lesen und schreiben | Für ein iPhone-Backup unbrauchbar |
Die zwei, die am meisten Ärger machen:
- FAT32 ist auf vielen kleinen oder älteren Sticks ab Werk drauf. Es funktioniert, bis du ein Video über 4 GB kopierst, dann scheitert genau diese Datei. Etwa zehn Minuten 4K mit 60 fps reichen dafür, 4K-ProRes schafft es in unter einer Minute. Fotos werden nie so groß, deshalb kann ein FAT32-Stick monatelang unauffällig wirken, bis ein langes Video nicht mehr draufpasst.
- NTFS ist auf externen Festplatten für Windows üblich. Das iPhone kann überhaupt nicht darauf schreiben, ein Backup dorthin startet also gar nicht erst.
Nutzt du nur Apple-Geräte, geht auch APFS. exFAT ist trotzdem die einfachere Wahl: Das Laufwerk funktioniert weiter, falls du es mal am Windows-Laptop von jemand anderem oder an einem Fernseher öffnen willst.
Aktuelles Format herausfinden
Am Mac markierst du das Laufwerk im Festplattendienstprogramm, das Format steht unter dem Namen. Unter Windows klickst du im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wählst „Eigenschaften“; dort steht es als „Dateisystem“. Das iPhone zeigt das Format nicht direkt an. Erscheint ein Laufwerk aber in „Dateien“ und du kannst keinen Ordner darauf anlegen, ist NTFS meistens der Grund.
Am iPhone formatieren (ab iOS 18)
Mit iOS 18 oder neuer brauchst du gar keinen Computer.
- Steck das Laufwerk ans iPhone. Ältere iPhones brauchen Apples Lightning auf USB 3 Kamera-Adapter, am besten mit einem Ladegerät in dessen Lightning-Anschluss.
- Öffne die App Dateien und tippe auf Durchsuchen.
- Halte unter Orte den Namen des Laufwerks gedrückt.
- Tippe auf Löschen.
- Wähle ExFAT, gib dem Laufwerk einen Namen und tippe erneut auf Löschen.
Zur Auswahl stehen APFS, ExFAT und MS-DOS (FAT). MS-DOS (FAT) ist FAT32 mit der 4-GB-Grenze, lass es also weg. Fehlt „Löschen“ im Menü, prüf die iOS-Version unter Einstellungen → Allgemein → Info.
Am Mac formatieren
- Öffne das Festplattendienstprogramm (unter Programme → Dienstprogramme oder per Spotlight).
- Wähle Darstellung → Alle Geräte einblenden. So kannst du das ganze Laufwerk auswählen statt nur ein Volume darauf, und nur dann bekommst du die Option für das Partitionsschema.
- Markiere in der Seitenleiste das Laufwerk selbst: den obersten Eintrag, meist nach dem Hersteller benannt.
- Klicke auf Löschen.
- Gib einen Namen ein, stell das Format auf ExFAT und das Schema auf GUID-Partitionstabelle.
- Klicke auf Löschen, schließ das Fenster, wenn der Vorgang abgeschlossen ist, und wirf das Laufwerk aus, bevor du es abziehst.
Unter Windows formatieren
- Steck das Laufwerk an und öffne den Explorer.
- Klicke unter „Dieser PC“ mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wähle Formatieren.
- Stell das Dateisystem auf exFAT. Die Größe der Zuordnungseinheiten bleibt auf dem Standardwert.
- Gib eine Volumebezeichnung ein, aktiviere Schnellformatierung und klicke auf Starten.
- Bestätige die Warnung. Wirf das Laufwerk über „Hardware sicher entfernen“ aus, bevor du es abziehst.
Nimm exFAT, auch wenn FAT32 als Standard vorgeschlagen wird. Mit dem iPhone funktioniert das Laufwerk so oder so, aber FAT32 scheitert später an großen Videos.
Laufwerk am iPhone kontrollieren
Steck das frisch formatierte Laufwerk ans iPhone, öffne „Dateien“, tippe auf „Durchsuchen“, und es sollte unter „Orte“ mit dem Namen erscheinen, den du vergeben hast. Tipp es an und leg testweise einen Ordner an; klappt das, kann das iPhone darauf schreiben. Taucht das Laufwerk gar nicht auf, lag es vermutlich nicht am Format: Lies dann Laufwerk wird nicht angezeigt oder „Zubehör wird nicht unterstützt“, dort geht es um Strom, Adapter und Kabel.
Formatieren ist kein Schritt, den du wiederholst. Du machst es einmal, wenn das Laufwerk neu ist oder das falsche Format hat. Danach fügen spätere Backups nur neue Fotos hinzu, und das Laufwerk muss nie wieder gelöscht werden.
Weiter: das eigentliche Backup
Mit dem exFAT-Laufwerk geht es weiter in iPhone Backup auf USB-Stick ohne PC: auswählen, was kopiert wird, die App beim langen ersten Lauf auf dem Bildschirm lassen und das Ergebnis lesen. Suchst du noch ein Laufwerk, geht es in Welcher USB-Stick fürs iPhone um Größe, Geschwindigkeit und Strom.